Entwicklung seit 1945

Nach Ende des Zweit­en Weltkrieges beschloss die Gemeinde für die Frei­willige Feuer­wehr im Jahre 1954 die Anschaf­fung eines motorisierten Löschfahrzeuges. Begin­nend im Jahr 1959 wurde ein neues Feuer­wehrg­eräte­haus für diese Wehr geplant und 1962 am Polterdamm/Am Zim­mer­platz gebaut. Zur Verbesserung der Aus­rüs­tung diente die 1968 angeschaffte neue Tragkraft­spritze.

Im Jahr 1968 erledigte die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr an ihrem Geräte­haus erhe­bliche Ren­ovierungs­maß­nah­men in Gemein­schaft­sar­beit, die Mate­ri­alkosten trug die Gemeinde, die Arbeit macht­en die Feuer­wehrkam­er­aden. Am 13.10.1969 über­gab der Bürg­er­meis­ter eine neue Tragkraft­spritze, TS 8/8 Fab­rikat Ziegler mit VW-Motor. Die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr bekam damit erst­mals ein neues Gerät. Die Rat­sher­ren hat­ten dem Antrag stattgegeben, denn die Ersatzteilbeschaf­fung für die alte Spritze war nicht mehr möglich. Durch diese Neuan­schaf­fung war der Bestand der Frei­willi­gen Män­ner­feuer­wehr weit­er gesichert.

Im Jahre 1971 meldete die Gemeinde dem Land­kreis als Vorhan­denes für Feuer­löschzwecke:
Unter­flurhy­dran­ten, Feuer­löschte­ich, Wass­er des Stichkanals, zwei Wehren mit 135 Mit­gliedern, davon 92 aktive Kam­er­aden.

Im Jahre 1973 feierte die Frei­willige Feuer­wehr ihr 100jähriges Jubiläum im größeren Stil, und sie erhielt ein gut aus­gerüstetes Grup­pen­löschfahrzeug; das LF 8 auf Opel-Fahrgestell, welch­es am 16.01.1995 der Frei­willi­gen Män­ner­feuer­wehr übergeben wurde. Am amtlichen Kennze­ichen mit den Buch­staben „BS“ war noch ables­bar, dass die Beschaf­fung erfol­gte, als es den Land­kreis Braun­schweig noch gab.

Die Gebi­ets- und Ver­wal­tungsre­form brachte 1974 aller­lei Neuerun­gen. Der Land­kreis Braun­schweig wurde aufgelöst. Die bis dahin selb­st­ständi­ge Gemeinde Bort­feld kam als Ortschaft Bort­feld in die neu gebildete Gemeinde Wen­de­burg, die seit­dem dem Land­kreis Peine ange­hört. Zu dieser Gebi­ets- und Ver­wal­tungsre­form haben die beteiligten Gemein­den einen Gebi­et­sän­derungsver­trag abgeschlossen. In den vor­ange­gan­genen Ver­hand­lun­gen hat­te Wil­helm Risch­bi­eter – Bort­felds Bürg­er­meis­ter von 1972 bis 1974, anschließend bis 2002 Orts­bürg­er­meis­ter – darauf bestanden, die Feuer­wehren in Bort­feld in der bish­eri­gen Form zu belassen. Eine wichtige Entschei­dung! Schließlich sollte die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr nicht aus Grün­den der Kosten­erspar­nis wegra­tional­isiert wer­den.

Die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr hat­te 1976 ihr 90jähriges Beste­hen. Zuvor hat­te die Braun­schweiger Zeitung/Peiner Nachricht­en in der Heili­ga­bend-Aus­gabe 1975 ihren Leserkreis mit einem größeren Artikel über die beson­dere Tra­di­tion im Bort­felder Feuer­wehrwe­sen informiert. Zu dieser Zeit war diese Wehr aber auch schon außer­halb von Bort­feld tätig, sie nahm selb­stver­ständlich – wie andere Wehren – an Gemeinde- und Kreiswet­tkämpfen teil. Vordere Plätze ließen sich errin­gen. Der bis­lang größte Erfolg gelang 1976 in den „brand­neuen“ Kom­bi-Anzü­gen bei den Kreiswet­tkämpfen in Gaden­st­edt: Mit 460,5 Punk­ten den ersten Platz in der Gruppe TSA (= Tragkraft­spritzenan­hänger) und damit den 6. Platz in der Gesamtwer­tung von 95 Grup­pen.

Als die Frei­willige Feuer­wehr Zwei­dorf von der Gemeinde Wen­de­burg 1980 mit einem neuen Fahrzeug aus­gerüstet wurde, kam der dort frei­w­er­dende Ford FK1000/TSF im April 1980 zur Frei­willi­gen Män­ner­feuer­wehr. Erst­mals ein Kraft­fahrzeug!

Mit ein­er großen Feier beg­ing die Frei­willige Feuer­wehr 1983 ihr 110jähriges Beste­hen. Der darüber ver­fasste Zeitungs­bericht, Braun­schweiger Zeitung/Peiner Nachricht­en v. 07.03.1987, enthält als Titel einen mehr scherzhaft, aber dafür oft gebraucht­en Ausspruch des dama­li­gen Orts­brand­meis­ters Ben­no Zoch: „Wir sind so viele, dass wir jedes Feuer mit den Füßen aus­treten kön­nten.“ Diesen bedeu­tungsvollen Satz haben die Ver­ant­wortlichen der Gemeinde gern zur Ken­nt­nis genom­men, jedoch die bei­den darin enthal­te­nen Aus­sagen
getren­nt gew­ertet.

Der erste Teil des Satzes – „Wir sind so viele“ – verdeut­licht, dass es sich um eine mit­glieder­starke Wehr han­delt, es herrschte damals kein Per­sonal­man­gel. Und auch heute stimmt diese Aus­sage. Es gibt Feuer­wehrkam­er­aden in großer Zahl, das ist eine sehr erfreuliche Tat­sache. Der zweite Teil des Satzes – „dass wir jedes Feuer mit den Füßen aus­treten kön­nten“ – gibt natür­lich sehr zu denken. Man kann sich einen solchen Vor­gang ja bildlich vorstellen. Die heuti­gen Feuer­lösch-Aus­rüs­tun­gen müssten danach doch von ganz anderem Ausse­hen sein.

Bei allem Ernst, der im Auf­trag der Feuer­wehren enthal­ten ist, gibt es immer wieder gern wahrgenommene fes­tliche Anlässe. So feierte die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr 1986 ihr 100jähriges Beste­hen, eine große Schar von Grat­u­lanten fand sich dazu ein.

Der 24.02.1990 war ein ganz beson­der­er Tag für die Män­ner­feuer­wehr, an jen­em Tag fand die Ein­wei­hung des total ren­ovierten Feuer­wehrhaus­es statt, viele Arbeitsstun­den hat­ten ein schmuck­es Haus als Ergeb­nis. Am 05.05.1990 wurde ein „Tag der offe­nen Tür“ gestal­tet, die Bevölkerung zeigte großes Inter­esse. Nach der „Wende“ am 09.11.1989 kam es auch auf Feuer­wehrebene sehr bald zu Kon­tak­ten in das Gebi­et, welch­es vorher oft als „drüben“ beze­ich­net wurde: Kam­eradin­nen und Kam­er­aden aus Mös­er bei Magde­burg kamen 1990 erst­ma­lig zu Besuch.

Im August 1990 fand ein Wech­sel des Fahrzeuges statt. Nun­mehr hat­te auch die Frei­willige Feuer­wehr Meer­dorf von der Gemeinde Wen­de­burg ein neues Fahrzeug erhal­ten, der dort ent­behrlich gewor­dene Ford Tran­sit TSF kam nach hier. Es ergab sich damit ein tech­nisch verbessert­er Stand. Der bish­er von der Män­ner­feuer­wehr benutzte Ford FK1000 wurde weit­ergegeben an die Jugend­feuer­wehr Neubrück.

Der 16.06.1995 war ein sehr wichtiger Tag für die Feuer­wehrkam­er­aden und den Feuer­schutz in Bort­feld. Die Frei­willige Feuer­wehr Bort­feld über­nahm das von der Gemeinde Wen­de­burg beschaffte neue Fahrzeug LF8/6. Am sel­ben Tag über­nahm die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr Bort­feld das Grup­pen­löschfahrzeug LF8 auf Opel-Fahrgestell.

Am 02.02.2002 – nach vie­len Arbeitsstun­den war es geschafft – präsen­tierte die Män­ner­feuer­wehr ihr ren­oviertes Feuer­wehrhaus, nun­mehr sog­ar mit ein­er Toi­lette aus­ges­tat­tet. Die Leis­tun­gen und die verbesserten Möglichkeit­en waren wieder ein­mal ein Gewinn für das kam­er­ad­schaftliche Miteinan­der.

Nach­dem das seit 1995 benutzte Opel-Fahrzeug aus dem Jahr 1973 nicht mehr ein­satzfähig war – ist die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr nun­mehr seit 2005 mit einem Mer­cedes 310 TSF aus­gerüstet. Die Anschaf­fung dieses Fahrzeuges geschah auf drin­gende Anre­gung der Wehr. Die Anschaf­fungskosten in Höhe von 13.000,- € wur­den durch die Wehr aus eige­nen Mit­teln und Spenden getra­gen. Auch die Gemeinde Wen­de­burg beteiligt sich mit 2.500,- €.

Schreibe einen Kommentar