Entwicklung bis 1944

Der eigentliche Gedanke für diese zweite Feuer­wehr lässt sich in einem Satz zusam­men­fassen:

Sich­er­stel­lung des Feuer­schutzes im Ort, wenn die Frei­willige Feuer­wehr zur Löschhil­fe in einem anderen Ort einge­set­zt ist.

Im Pro­tokoll­buch des Gemein­der­ates Bort­feld ist die Män­ner­feuer­wehr erst­ma­lig am 30.10.1892 genan­nt: „Ein Antrag der nicht uni­formierten Feuer­wehr um eine jährliche Grat­i­fika­tion. Der Antrag­stel­lerin wird eine Grat­i­fika­tion von jährlich 9 Mark bewil­ligt.“

Die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr ist selb­st­ständig, die Kam­er­aden tra­gen keine Uni­form, die Wehr hat einen eige­nen Wehrführer und eine eigene Kasse. Im Ein­satz unter­ste­ht sie der Frei­willi­gen Feuer­wehr.

Heutige Annehm­lichkeit­en, wie schnelle Alarmierung durch Tele­fon, Funk und Sirene, waren damals noch nicht gegeben, son­dern das vom Hor­nisten geblasene Feuer­horn oder das Läuten der Kirchen­glock­en diente der Alarmierung. Den schnellen Ein­satz mit­tels Kraft­fahrzeug gab es früher auch noch nicht. Die Hand­druck­spritze musste erst mit Pfer­den bespan­nt wer­den, bevor vom Feuer­wehrhaus an der Lan­gen Straße/Hohe Worth die Fahrt zur Ein­satzstelle begin­nen kon­nte.

Die Tat­sache, dass im Ort zwei Feuer­wehren und zwei Spritzen vorhan­den waren, zog die Kreis­di­rek­tion als Begrün­dung für eine Neuerung her­an. Die Kreis­di­rek­tion ord­nete im Jahre 1900 an, dass Bort­feld nun­mehr einen eige­nen Löschbezirk bildete.

Zu dieser Zeit erfol­gten die Pla­nun­gen für ein neues Feuer­wehrhaus (damals „Spritzen­haus“ genan­nt) – an der sel­ben Stelle wie das bish­erige, welch­es dann auch errichtet wurde. Der zuge­hörige Schlauch­turm fol­gte im Jahre 1907.

Im Jahre 1926 bekam die Frei­willige Feuer­wehr eine bespannbare Motor­spritze als neuzeitlichere Aus­rüs­tung. Die Hand­druck­spritze von 1885 hat­te damit noch nicht aus­ge­di­ent, sie stand for­t­an der Frei­willi­gen Män­ner­feuer­wehr zur Ver­fü­gung. Diese Feuer-wehr nutzte seit­dem das Feuer­wehrhaus an der Lan­gen Straße / Hohe Worth fast allein. Den Schlauch­turm benutzte auch die Frei­willige Feuer­wehr weit­er­hin, als sie 1926 umzog und zwar in das zu diesem Zweck erbaute Feuer­wehrhaus am Pol­ter­damm auf dem Grund­stück der Molk­erei später Sparund Dar­lehn­skasse, heute Volks­bank). Als Grund­stückspacht zahlte die Gemeinde dafür 5 Reichs­mark pro Jahr.

Der Bau des Mit­tel­land­kanales verur­sachte 1928/29 eine Absenkung des Grund­wasser­standes. Notwendi­ger­weise mussten neue Feuer­löschbrun­nen gebaut wer­den. Dafür gab es
Entschädi­gungszahlun­gen.

Etwa zehn Jahre später, beim Bau des Stichkanales, ent­standen weit­ere Grund­wasser­ab­senkun­gen, die die Anlage ein­er Orts-Wasser­leitung erforder­lich macht­en. An den einge­baut­en Unter­flurhy­dran­ten übte die Feuer­wehr erst­ma­lig im Juli 1938. Im Jahre 1944 wurde der Feuer­löschte­ich in Gemein­schaft­sar­beit wieder ein­satzfähig gemacht, da die Wasser­leitung nicht sich­er funk­tion­ierte.

Während des zweit­en Weltkrieges gab es wieder­holt feindliche Bombe­nan­griffe und dadurch her­vorgerufene Zer­störun­gen und Brände, beson­ders in Braun­schweig. Auch von den Bort­felder Feuer­wehrkam­er­aden war unen­twegte Ein­satzbere­itschaft gefordert und der Ruf zu Hil­feleis­tung­sein­sätzen erfol­gte.

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