Unsere Fahrzeuge

1945 hat­ten die Siegermächte eine Tragkraft­spritze am Kanal ste­hen gelassen und vergessen. Später dann baut­en die Kam­er­aden einen fahrbaren Unter­satz für diese Spritze. Sie fer­tigten ein dreiräderiges Fahrzeug zum ziehen. Vorn ein ehe­ma­liges Flugzeug-Sporn­rad, mit der Zugstange als Lenk-Ein­rich­tung und hin­ten eine Star­rachse mit PKW-Rädern. Ein leicht­gängiges Fahrzeug, für wenig Geld in Eige­nar­beit hergestellt. Es hat sich über Jahrzehnte bewährt.
1980: Unser erstes Kraft­fahrzeug. Ein Ford FK 1000/TFK über­nom­men von der FFW Zwei­dorf
1991: Dieses Fahrzeug über­nah­men wir von der FFW Meer­dorf.
Am 16.1.1995 über­nah­men wir den Opel Blitz von der FFW Bort­feld. Er hielt durch bis 2005.
Unser Mer­cedes 310 TSF, der 2005 beschafft wurde.

Unsere Handdruckspritze

Die Hand­druck­spritze der Män­ner­feuer­wehr trägt das Bau­jahr 1885 und die Num­mer 1304 des Her­stellers Louis Tid­ow aus Han­nover-Baden­st­edt, der dort von 1860 bis 1900 Feuer­spritzen her­stellte. Sie befind­et sich in einem guten, unrestau­ri­erten Orig­i­nalzu­s­tand und ist nach wie vor voll funk­tions­fähig.

Das Gesamt­gewicht beträgt ca. 3t. Die Bedi­enung der Zwei-Kol­ben-Schwen­gel-Hand­pumpe erfol­gt über Pump-Schwen­gel. Es kön­nen ca. 300–400l Wass­er pro Minute gefördert wer­den.
Die Beladung beste­ht aus drei je 2,60m lan­gen Saugschläuchen, einem Saugko­rb, zwei Strahlrohren, und einem Ein­reißhak­en. Die Hanf­druckschläuche mussten stets feucht gehal­ten wer­den, denn nur dann waren sie dicht.

Im Jahre 1926 wurde die Frei­willige Feuer­wehr Bort­feld mit ein­er bespannbaren Motor­spritze aus­ges­tat­tet, so dass die Han­druck­spritze for­t­an der Frei­willi­gen Män­ner­feuer­wehr zur Ver­fü­gung stand. Sie musste erst mit Pfer­den bespan­nt wer­den, bevor vom Feuer­wehrhaus an der Lan­gen Straße/Hohe Worth die Fahrt zur Ein­satzstelle begin­nen kon­nte.

Heutzu­tage zeigen wir unser his­torisches Fahrzeug bei öffentlichen Vor­führun­gen oder im Rah­men des Umzuges anlässlich des Volks- und Schützen­fests Bort­feld.

Entwicklung seit 1945

Nach Ende des Zweit­en Weltkrieges beschloss die Gemeinde für die Frei­willige Feuer­wehr im Jahre 1954 die Anschaf­fung eines motorisierten Löschfahrzeuges. Begin­nend im Jahr 1959 wurde ein neues Feuer­wehrg­eräte­haus für diese Wehr geplant und 1962 am Polterdamm/Am Zim­mer­platz gebaut. Zur Verbesserung der Aus­rüs­tung diente die 1968 angeschaffte neue Tragkraft­spritze.

Im Jahr 1968 erledigte die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr an ihrem Geräte­haus erhe­bliche Ren­ovierungs­maß­nah­men in Gemein­schaft­sar­beit, die Mate­ri­alkosten trug die Gemeinde, die Arbeit macht­en die Feuer­wehrkam­er­aden. Am 13.10.1969 über­gab der Bürg­er­meis­ter eine neue Tragkraft­spritze, TS 8/8 Fab­rikat Ziegler mit VW-Motor. Die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr bekam damit erst­mals ein neues Gerät. Die Rat­sher­ren hat­ten dem Antrag stattgegeben, denn die Ersatzteilbeschaf­fung für die alte Spritze war nicht mehr möglich. Durch diese Neuan­schaf­fung war der Bestand der Frei­willi­gen Män­ner­feuer­wehr weit­er gesichert.

Im Jahre 1971 meldete die Gemeinde dem Land­kreis als Vorhan­denes für Feuer­löschzwecke:
Unter­flurhy­dran­ten, Feuer­löschte­ich, Wass­er des Stichkanals, zwei Wehren mit 135 Mit­gliedern, davon 92 aktive Kam­er­aden.

Im Jahre 1973 feierte die Frei­willige Feuer­wehr ihr 100jähriges Jubiläum im größeren Stil, und sie erhielt ein gut aus­gerüstetes Grup­pen­löschfahrzeug; das LF 8 auf Opel-Fahrgestell, welch­es am 16.01.1995 der Frei­willi­gen Män­ner­feuer­wehr übergeben wurde. Am amtlichen Kennze­ichen mit den Buch­staben „BS“ war noch ables­bar, dass die Beschaf­fung erfol­gte, als es den Land­kreis Braun­schweig noch gab.

Die Gebi­ets- und Ver­wal­tungsre­form brachte 1974 aller­lei Neuerun­gen. Der Land­kreis Braun­schweig wurde aufgelöst. Die bis dahin selb­st­ständi­ge Gemeinde Bort­feld kam als Ortschaft Bort­feld in die neu gebildete Gemeinde Wen­de­burg, die seit­dem dem Land­kreis Peine ange­hört. Zu dieser Gebi­ets- und Ver­wal­tungsre­form haben die beteiligten Gemein­den einen Gebi­et­sän­derungsver­trag abgeschlossen. In den vor­ange­gan­genen Ver­hand­lun­gen hat­te Wil­helm Risch­bi­eter – Bort­felds Bürg­er­meis­ter von 1972 bis 1974, anschließend bis 2002 Orts­bürg­er­meis­ter – darauf bestanden, die Feuer­wehren in Bort­feld in der bish­eri­gen Form zu belassen. Eine wichtige Entschei­dung! Schließlich sollte die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr nicht aus Grün­den der Kosten­erspar­nis wegra­tional­isiert wer­den.

Die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr hat­te 1976 ihr 90jähriges Beste­hen. Zuvor hat­te die Braun­schweiger Zeitung/Peiner Nachricht­en in der Heili­ga­bend-Aus­gabe 1975 ihren Leserkreis mit einem größeren Artikel über die beson­dere Tra­di­tion im Bort­felder Feuer­wehrwe­sen informiert. Zu dieser Zeit war diese Wehr aber auch schon außer­halb von Bort­feld tätig, sie nahm selb­stver­ständlich – wie andere Wehren – an Gemeinde- und Kreiswet­tkämpfen teil. Vordere Plätze ließen sich errin­gen. Der bis­lang größte Erfolg gelang 1976 in den „brand­neuen“ Kom­bi-Anzü­gen bei den Kreiswet­tkämpfen in Gaden­st­edt: Mit 460,5 Punk­ten den ersten Platz in der Gruppe TSA (= Tragkraft­spritzenan­hänger) und damit den 6. Platz in der Gesamtwer­tung von 95 Grup­pen.

Als die Frei­willige Feuer­wehr Zwei­dorf von der Gemeinde Wen­de­burg 1980 mit einem neuen Fahrzeug aus­gerüstet wurde, kam der dort frei­w­er­dende Ford FK1000/TSF im April 1980 zur Frei­willi­gen Män­ner­feuer­wehr. Erst­mals ein Kraft­fahrzeug!

Mit ein­er großen Feier beg­ing die Frei­willige Feuer­wehr 1983 ihr 110jähriges Beste­hen. Der darüber ver­fasste Zeitungs­bericht, Braun­schweiger Zeitung/Peiner Nachricht­en v. 07.03.1987, enthält als Titel einen mehr scherzhaft, aber dafür oft gebraucht­en Ausspruch des dama­li­gen Orts­brand­meis­ters Ben­no Zoch: „Wir sind so viele, dass wir jedes Feuer mit den Füßen aus­treten kön­nten.“ Diesen bedeu­tungsvollen Satz haben die Ver­ant­wortlichen der Gemeinde gern zur Ken­nt­nis genom­men, jedoch die bei­den darin enthal­te­nen Aus­sagen
getren­nt gew­ertet.

Der erste Teil des Satzes – „Wir sind so viele“ – verdeut­licht, dass es sich um eine mit­glieder­starke Wehr han­delt, es herrschte damals kein Per­sonal­man­gel. Und auch heute stimmt diese Aus­sage. Es gibt Feuer­wehrkam­er­aden in großer Zahl, das ist eine sehr erfreuliche Tat­sache. Der zweite Teil des Satzes – „dass wir jedes Feuer mit den Füßen aus­treten kön­nten“ – gibt natür­lich sehr zu denken. Man kann sich einen solchen Vor­gang ja bildlich vorstellen. Die heuti­gen Feuer­lösch-Aus­rüs­tun­gen müssten danach doch von ganz anderem Ausse­hen sein.

Bei allem Ernst, der im Auf­trag der Feuer­wehren enthal­ten ist, gibt es immer wieder gern wahrgenommene fes­tliche Anlässe. So feierte die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr 1986 ihr 100jähriges Beste­hen, eine große Schar von Grat­u­lanten fand sich dazu ein.

Der 24.02.1990 war ein ganz beson­der­er Tag für die Män­ner­feuer­wehr, an jen­em Tag fand die Ein­wei­hung des total ren­ovierten Feuer­wehrhaus­es statt, viele Arbeitsstun­den hat­ten ein schmuck­es Haus als Ergeb­nis. Am 05.05.1990 wurde ein „Tag der offe­nen Tür“ gestal­tet, die Bevölkerung zeigte großes Inter­esse. Nach der „Wende“ am 09.11.1989 kam es auch auf Feuer­wehrebene sehr bald zu Kon­tak­ten in das Gebi­et, welch­es vorher oft als „drüben“ beze­ich­net wurde: Kam­eradin­nen und Kam­er­aden aus Mös­er bei Magde­burg kamen 1990 erst­ma­lig zu Besuch.

Im August 1990 fand ein Wech­sel des Fahrzeuges statt. Nun­mehr hat­te auch die Frei­willige Feuer­wehr Meer­dorf von der Gemeinde Wen­de­burg ein neues Fahrzeug erhal­ten, der dort ent­behrlich gewor­dene Ford Tran­sit TSF kam nach hier. Es ergab sich damit ein tech­nisch verbessert­er Stand. Der bish­er von der Män­ner­feuer­wehr benutzte Ford FK1000 wurde weit­ergegeben an die Jugend­feuer­wehr Neubrück.

Der 16.06.1995 war ein sehr wichtiger Tag für die Feuer­wehrkam­er­aden und den Feuer­schutz in Bort­feld. Die Frei­willige Feuer­wehr Bort­feld über­nahm das von der Gemeinde Wen­de­burg beschaffte neue Fahrzeug LF8/6. Am sel­ben Tag über­nahm die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr Bort­feld das Grup­pen­löschfahrzeug LF8 auf Opel-Fahrgestell.

Am 02.02.2002 – nach vie­len Arbeitsstun­den war es geschafft – präsen­tierte die Män­ner­feuer­wehr ihr ren­oviertes Feuer­wehrhaus, nun­mehr sog­ar mit ein­er Toi­lette aus­ges­tat­tet. Die Leis­tun­gen und die verbesserten Möglichkeit­en waren wieder ein­mal ein Gewinn für das kam­er­ad­schaftliche Miteinan­der.

Nach­dem das seit 1995 benutzte Opel-Fahrzeug aus dem Jahr 1973 nicht mehr ein­satzfähig war – ist die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr nun­mehr seit 2005 mit einem Mer­cedes 310 TSF aus­gerüstet. Die Anschaf­fung dieses Fahrzeuges geschah auf drin­gende Anre­gung der Wehr. Die Anschaf­fungskosten in Höhe von 13.000,- € wur­den durch die Wehr aus eige­nen Mit­teln und Spenden getra­gen. Auch die Gemeinde Wen­de­burg beteiligt sich mit 2.500,- €.

Ur-Statuten

An
Her­rn Gemein­de­vorste­her Wolter
In Bort­feld

Das Anschreiben

Her­zogliche Kreis-Direc­tion

Braun­schweig, den 18. Novem­ber 1899

Braun­schweig

Journ. Nr. 18331

Hier­mit eröffne ich Ihnen, daß die unter dem 11. Novem­ber hier ein­gere­icht­en “Statuten der frei­willi­gen Män­ner-Feuer­wehr in Bort­feld” mit der Maß­gabe genehmigt wur­den und auch für diese Wehr die Bes­tim­mungen des Feuer­hülfge­set­zes vom 2. April 1874 Nr. 16 bindend sind. Ins­beson­dere hat die Feuer­wehr nach §11 des ange­führten Geset­zes jährlich min­destens 6 Übun­gen abzuhal­ten und Gemäß §18 Absatz 5 des cit. Geset­zes sich beim Aus­bruch eines Schadens­feuers im Orte Bort­feld dem Bere­ichshaupt­mann zu unter­stellen. Endlich ist auch die Wahl des ober­sten Führers zwecks­bestä­ti­gung des­sel­ben anher anzuzeigen (ver­gl. §11 des cit. Geset­zes). Anliegend erhal­ten Sie ein mit der Genehmi­gungsklausel verse­henes Exem­plar der fw. Statuten zurück.

Lager­feld


Die Statuten (3–5)
§ 1
Der Dienst der frei­willi­gen Män­ner-Feuer­wehr ist nur für die Gemeinde Bort­feld bes­timmt.
§ 2
Mit­glied der frei­willi­gen Män­ner­feuer­wehr kann jed­er in Bort­feld wohn­hafte, geistig und kör­per­lich gesunde, unbescholtene, ver­heiratete Mann wer­den. Es find­et die Auf­nahme durch Abstim­mung der Mit­glieder statt.
§ 3
Die frei­willige Män­ner­feuer­wehr ist 40 Mann stark, hat einen Führer, einen Vice­führer, zwei Spritzen­meis­ter, einen Rohrführer, zwei Steiger und einen Kassier­er. Es sind diesel­ben von den Mit­gliedern zu wählen.
§ 4
Jedes Mit­glied hat den Anord­nun­gen des Führers, bei dessen Abwe­sen­heit, denen des Vice­führers Folge zu leis­ten; Wider­stand wird bestraft.
§ 5
Der Vor­stand beste­ht aus 8 Mit­gliedern, den Vor­sitz hat der Führer, bei dessen Abwe­sen­heit, der Vice­führer, zu leit­en.
§ 6
Der Aus­tritt ist mit 1/4jähriger Kündi­gung bei dem Führer, jedem ges­tat­tet.
§ 7
Jedes Mit­glied ist verpflichtet, bei den Gen­er­alver­samm­lun­gen zu erscheinen.
§ 8
Jed­er von den Mit­gliedern hat alle zwei Monate 50 Pfen­nig in die Vere­in­skasse zu zahlen.
§ 9
Wer sich ohne Erlaub­nis ein­er Übung, sowie der Gen­er­alver­samm­lung entzieht, ver­fällt in eine Strafe von 30 Pfen­nig, bei genü­gen­den Grün­den find­et Berück­sich­ti­gung statt.
§ 10
Bei einem Schaden­feuer in Bort­feld hat sich jedes Mit­glied bei sein­er Spritze zu stellen, und darf ohne Erlaub­nis seinen Posten nicht ver­lassen.
§ 11
Ver­stirbt ein Mit­glied, oder Ehren­mit­glied der Feuer­wehr, so ist jed­er verpflichtet dem­sel­ben das let­zte Ehren­geleit zu geben.
Entschuldigun­gen sind nur zuläs­sig bei Krankheit oder gerichtlichen Vor­ladun­gen, andern­falls wird eine Strafe von 1,50 Mark erhoben.
§ 12
Wer sich dreimal hin­tere­inan­der ohne Erlaub­nis Übun­gen, sowie der Gen­er­alver­samm­lung entzieht, schei­det aus dem Ver­bande der Feuer­wehr aus, hat aber die rück­ständi­gen Monats­gelder kosten­frei dem Kassier­er einzusenden. Krankheit, sowie Ster­be­fälle in der Fam­i­lie find­en Berück­sich­ti­gung.
Alle Ämter sind Ehrenämter, es bleibt der Inhab­er bis zu seinem frei­willi­gen Aus­tritt im Amte, falls keine Unge­hörigkeit­en vorkom­men.
§ 13
Das Abze­ichen ist Eigen­tum der frei­willi­gen Män­ner-Feuer­wehr es ist beim Aus­tritt aus der Feuer­wehr gegen den Betrag von 40 Pfen­nig an den Komand­oführer zurück­zugeben.
§ 14
Mit dem Ein­tritt verpflichtet sich ein jed­er diesen Statuten Folge zu leis­ten.

Vorste­hende Statuten wer­den hier­mit genehmigt unter den in dem Schreiben vom 18. Novem­ber 1899 näher angegebe­nen Bedin­gun­gen

Braunschweig,den 18. Novem­ber 1899
Her­zogliche Kreis­di­rec­tion
(Siegel)

Langer­feld

(Anmerkun­gen zur buch­stabenge­treuen Abschrift: In eck­i­gen Klam­mern ste­hen Hinzufü­gun­gen und Erläuterun­gen. Über­flüs­sige Buch­staben sind mit geschweiften Klam­mern einge­fasst. Der § 7 ist zwei Mal aufgeschrieben, hier lediglich ein Mal. Der Begriff „Män­ner-Feuer­wehr“ ist auf diese Schreib­weise vere­in­heitlicht.)

Entstehung

1886 – 125 Jahre – 2011

Mit dem Gesetz, das Feuer­hülf­swe­sen betr­e­f­fend vom 2. April 1874, han­delte das Her­zog­tum Braun­schweig
fortschrit­tlich. Das umfan­gre­iche Gesetz enthielt auch die Vorschrift, dass in allen Gemein­den Frei­willige Feuer­wehren gebildet wer­den soll­ten. In eini­gen Gemein­den des Her­zog­tums bestanden zu dem Zeit­punkt bere­its Frei­willige Feuer­wehren, so auch in Meer­dorf (1872) und in Bort­feld (1873). Das Pro­tokoll­buch des Gemein­der­ates Bort­feld enthält: „Gemein­der­atssitzung am 1sten Juni 1873. … In heutiger Sitzung wurde der Beschluß der Feuer­wehr. …“ – Die Frei­willige Feuer­wehr Bort­feld wurde jedoch bere­its am 01.03.1873 gegrün­det.

Am 31.07.1876 kam es in Bort­feld im Bere­ich Oster­worth-Bort­felder Straße-Schmiedestraße zu einem Großbrand, der 7 Häuser ver­nichtete, 21 Fam­i­lien wur­den obdach­los. Spie­lende Kinder hat­ten mit Stre­ich­hölz­ern gezün­delt. Etwas Stroh – das als Ein­streu für einen Stall vorge­se­hen war – hat­ten sie angesteckt, das Feuer geri­et ihnen außer Kon­trolle und griff auf das Stall­ge­bäude über. Schnell wurde die Frei­willige Feuer­wehr Bort­feld alarmiert. Das Feuer entwick­elte sich zu einem Großbrand – mehrere Häuser mit Stroh als Dachein­deck­ung fin­gen schnell Feuer. Weit­ere Frei­willige Feuer­wehren aus Nach­barorten wur­den alarmiert, schließlich waren 22 Feuer­wehren mit vie­len 17 Kam­er­aden im Ein­satz. Die Feuer­wehren waren aus: Bort­feld, Bettmar, Den­storf, Groß Glei­din­gen, Harvesse, Klein Glei­din­gen, Lamme, Lehn­dorf, Ölper, Sierße, Son­nen­berg, Sophien­tal, Tim­mer­lah, Vechelde, Vel­tenhof, Völken­rode, Wahle, Waten­büt­tel, Wedtlen­st­edt, Wen­de­burg-Zwei­dorf (gemein­same Wehr der bei­den Gemein­den), Wen­dezelle und Wierthe.

Das Großfeuer vom 31.07.1876 mag der Anlass gewe­sen sein, Über­legun­gen hin­sichtlich ein­er zweit­en Feuer­wehr anzustellen. Am 23.01.1886 kam es dann dazu: Die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr Bort­feld wurde gegrün­det. Zwei Feuer­wehren in einem Ort, das ist sicher­lich eine Beson­der­heit. Die Her­zogliche Kreis­di­rek­tion Braun­schweig hat­te keinen Ein­wand und genehmigte am 18.11.1899 die Statuten (= Satzung).