Entstehung

1886 – 125 Jahre – 2011

Mit dem Gesetz, das Feuer­hülf­swe­sen betr­e­f­fend vom 2. April 1874, han­delte das Her­zog­tum Braun­schweig
fortschrit­tlich. Das umfan­gre­iche Gesetz enthielt auch die Vorschrift, dass in allen Gemein­den Frei­willige Feuer­wehren gebildet wer­den soll­ten. In eini­gen Gemein­den des Her­zog­tums bestanden zu dem Zeit­punkt bere­its Frei­willige Feuer­wehren, so auch in Meer­dorf (1872) und in Bort­feld (1873). Das Pro­tokoll­buch des Gemein­der­ates Bort­feld enthält: „Gemein­der­atssitzung am 1sten Juni 1873. … In heutiger Sitzung wurde der Beschluß der Feuer­wehr. …“ – Die Frei­willige Feuer­wehr Bort­feld wurde jedoch bere­its am 01.03.1873 gegrün­det.

Am 31.07.1876 kam es in Bort­feld im Bere­ich Oster­worth-Bort­felder Straße-Schmiedestraße zu einem Großbrand, der 7 Häuser ver­nichtete, 21 Fam­i­lien wur­den obdach­los. Spie­lende Kinder hat­ten mit Stre­ich­hölz­ern gezün­delt. Etwas Stroh – das als Ein­streu für einen Stall vorge­se­hen war – hat­ten sie angesteckt, das Feuer geri­et ihnen außer Kon­trolle und griff auf das Stall­ge­bäude über. Schnell wurde die Frei­willige Feuer­wehr Bort­feld alarmiert. Das Feuer entwick­elte sich zu einem Großbrand – mehrere Häuser mit Stroh als Dachein­deck­ung fin­gen schnell Feuer. Weit­ere Frei­willige Feuer­wehren aus Nach­barorten wur­den alarmiert, schließlich waren 22 Feuer­wehren mit vie­len 17 Kam­er­aden im Ein­satz. Die Feuer­wehren waren aus: Bort­feld, Bettmar, Den­storf, Groß Glei­din­gen, Harvesse, Klein Glei­din­gen, Lamme, Lehn­dorf, Ölper, Sierße, Son­nen­berg, Sophien­tal, Tim­mer­lah, Vechelde, Vel­tenhof, Völken­rode, Wahle, Waten­büt­tel, Wedtlen­st­edt, Wen­de­burg-Zwei­dorf (gemein­same Wehr der bei­den Gemein­den), Wen­dezelle und Wierthe.

Das Großfeuer vom 31.07.1876 mag der Anlass gewe­sen sein, Über­legun­gen hin­sichtlich ein­er zweit­en Feuer­wehr anzustellen. Am 23.01.1886 kam es dann dazu: Die Frei­willige Män­ner­feuer­wehr Bort­feld wurde gegrün­det. Zwei Feuer­wehren in einem Ort, das ist sicher­lich eine Beson­der­heit. Die Her­zogliche Kreis­di­rek­tion Braun­schweig hat­te keinen Ein­wand und genehmigte am 18.11.1899 die Statuten (= Satzung).

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